SPD Schwalbach zum Schulkinderhaus

Entscheid zum Bürgerentscheid

Am 19.04.2018 offenbart die Schwalbacher Politik ihr wahres bildungspolitisches Gesicht.


Es zeichnet sich ab, das heute im Schwalbacher Parlament zwei wichtige schulpolitische Entscheidungen getroffen werden, die gegensätzlicher nicht sein können: der GKS genehmigt man den Weg in die gebührenfreie Halbtagsgrundschule bis 14:15 Uhr und die Geschwister-Scholl-Schule wirft man in dieser Entwicklung um mehrere Jahre zurück.

Denn ab dem nächsten Schuljahr gilt damit an der Georg-Kerschensteiner-Schule für alle 3. und 4. Klassen an drei Schultagen die verbindliche und gebührenfreie Halbtagsgrundschule bis 14.15 Uhr. Dieser eindeutige Wunsch der Schule, die besonders die Förderung sozial benachteiligter Kinder im Blick behält, wird glücklicherweise von der Politik unterstützt; unlängst mit den Investitionen des Kreises in die erforderlichen Räumlichkeiten und demnächst mit personellen und finanziellen Zuschüssen durch die Stadt Schwalbach. Eine breite Zustimmung der Stadtverordneten ist schon sicher.

Was an der GKS in 12 Jahren aufgebaut wurde, konnte und wurde an der Geschwister-Scholl-Schule leider nicht mal begonnen, u.a. weil die Stadt im Jahr 2008 das Angebot des Kreises, für 400 qm zusätzliche Betreuungsfläche auf dem Schulgelände, ablehnte. Korrigieren wollten wir dies mit dem Bürgerentscheid zum Bau des Schulkinderhauses am Erlenborn. Das eindeutige Votum von 2525 Schwalbacher/innen vom 4. März verfehlte knapp das Quorum. Damit gibt die hessische Gemeindeordnung die rechtlich verbindliche Abstimmung zurück in die Verantwortung der Parlamentarier. Sie haben heute die Freiheit sich dafür oder dagegen zu entscheiden, allerdings ist nach der Vorentscheidung im Haupt- und Finanzausschuss mit einer Ablehnung durch die SPD/FDP-Koalition zu rechnen.

SPD Schwalbach zum Schulkinderhaus

SPD Schwalbach zum Schulkinderhaus

Die jungen GKS-Schüler/innen können sich also freuen, dass der gebührenfreie Pakt für den Nachmittag beginnt, während die Grundschüler/innen der Geschwister-Scholl-Schule und deren Eltern noch lange darauf warten müssen. Der Schule fehlt hierfür einfach alles und das sind – neben den Lehrkräften – vor allem die dringend benötigten zusätzlichen Räumlichkeiten. Und so wird ein kostenloses und gerechtes Bildungs- und Betreuungsangebot zwar propagiert, aber an beiden Schwalbacher Grundschulen bald gegensätzlich praktiziert.

Der Kreis muss endlich sein Schweigen in der öffentlichen um ein neues SKH für die Geschwister-Scholl-Schule aufgeben. Am besten bevor man am Erlenborn Wohnbebauung beschließt. Mit seiner Verantwortung für beide Grundschulen ist eine öffentliche Positionierung überfällig, schließlich wurde mit der Bürgerinitiative schon im letzten September besprochen, dass ein neues SKH am Erlenborn jederzeit in die Trägerschaft des Kreises übergehen könnte. Auch die Vorstellungen der Koalition über einen SKH-Anbau, der den oberen Schulhof bei laufendem Schulbetrieb in eine Baustelle verwandelt, sind bekannt. Mit seinem Schweigen zur bestmöglichsten Umsetzung eines Ganztagsangebotes an der GSS nährt der Kreis geradezu den innerstädtischen und politischen Streit. Leider auf Kosten der Kinder und Familien in Alt-Schwalbach.

Die Abstimmung über das Schulkinderhaus sendet ein Signal über die Stadtgrenzen von Schwalbach hinaus. Sie zeigt entweder, wie ehrlich oder mit welcher Beliebigkeit einige Parteien und Mandatsträger in Stadt, Kreis und Land eine gerechte, verlängerte und gebührenfreie Unterrichtszeit mit verlässlicher Nachmittagsbetreuung für beide Schwalbacher  Grundschulen umsetzen wollen. Wie, wann und wo? Wir sind live dabei: Öffentliche Sitzung der Stadtverordneten am 19.04.2018 um 19.30 Uhr im großen Saal des Bürgerhaus in Schwalbach.

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